Dipl. Ing. Fred Joachim Keller – Lizenztrainer Pistole

 

Der Bewegungsablauf beim Präzisionsschuss

 

 Der Bewegungsablauf „Präzision" wird in fünf Phasen eingeteilt:

 

1.     Vorbereitungsphase

2.    Auftaktphase

3.    Arbeitsphase

4.    Auslösephase

5.    Nachziel- und Rückkehrphase

 

Grundlage des gesamten Bewegungsablaufes ist die Atmung.

 

 1.  Vorbereitungsphase

In dieser Phase werden der Gesamtbewegungsablauf oder einzelne Schwerpunkte gedanklich abgearbeitet und dabei

·         bewusst ein- und ausgeatmet

·         der waffenführende Arm im Ellbogen- und Handgelenk fixiert

·         eine optimale Körperspannung aufgebaut und der Zeigefinger immer an der gleichen Stelle am Abzugszüngel angelegt.

 

2.  Auftaktphase

Die Auftaktphase beginnt mit einer tiefen Einatmung und endet mit der ersten Ausatmung.

Gleichzeitig mit der Einatmung wird die Waffe bis über die Scheibe angehoben. Wie weit ich dabei über die Scheibe gehe, hängt ganz vom persönlichen Atemvolumen ab.

Am Umkehrpunkt vor der ersten Ausatmung kommt die Waffe kurz zur Ruhe. Hier wird das Korn im Kimmenausschnitt zentriert (Grobzielen).

Mit dem Ausatmen des ersten Atemzuges wird die Waffe mittig in den Bereich zwischen Oberkante der Scheibe und des Spiegels geführt, dabei ist der Blick auf dem Handrücken oder der Kimme. Gleichzeitig wird jetzt der Druckpunkt aufgenommen und gehalten.

Es folgt eine verlängerte Atempause von ca. 1 Sekunde. Dadurch kommt die Waffe zur Ruhe. Spätestens jetzt, ist der Druckpunkt zu nehmen. Korn im Kimmenausschnitt überprüfen.

 

3.  Arbeitsphase

Die Arbeitsphase beginnt mit der zweiten Einatmung und endet mit dem Erreichen des Halteraumes (1,5 - 2 Ringe unterhalb des Spiegels - KONTROLLWEIß).

Während der zweiten Einatmung - ist ein normaler Atemzug - hebt sich bei Bauchatmung die Waffe gar nicht, bei Brustatmung nur durch das Anheben des Brustkorbes.

Nach der verlängerten Atempause beginnt das Ausfließen der Luft - wir sprechen hier von Ventilsteuerung - mit der die langsame Abwärtsbewegung gesteuert wird. Dabei führt der Schütze die Waffe langsam durch die Mitte des Spiegels nach unten bis in den Halteraum.

Dabei sind Griff- und Körperspannung aufrecht zu erhalten. Hilfreich ist die Vorstellung, die Waffe gegen einen Gummizug nach unten zu ziehen.

 

  • Während des Herabführens der Waffe wird das Korn in der Kimme fixiert und der Druck auf den Abzug erhöht.

 

 4.  Auslösephase

Die Auslösephase beginnt mit dem Erreichen des Halteraumes und endet mit der Schussauslösung und sollte nicht länger als 5 Sekunden dauern.

Mit dem Erreichen des Halteraumes wird die Atmung gestoppt und die Waffe kommt zur Ruhe.

Bei optimalem Zielbild erfolgt die gefühlvolle Schussauslösung, ohne dabei die Waffe aus ihrer Lage zu bringen.

 

  • Bei Problemen muss das Auslösen abgebrochen und der Schuss abgesetzt werden.

 

Das „optimale" Zielbild hat bei allen Phasen die Leitfunktion.

 

 

5.  Nachziel- und Rückkehrphase

Die Nachziel- und Rückkehrphase beginnt unmittelbar nach dem Schuss und endet mit dem Führen der Waffe in die Ausgangsstellung.

Die Waffe wird nach der Schussauslösung weiter im Anschlag gehalten. Dabei bleibt die Körperspannung erhalten.

Das Auge fixiert weiterhin das Korn und die Abkommensbestimmung wird gedanklich durchgeführt.

 

  • Die gesamte Körperspannung wird erst aufgelöst, wenn die Waffe die Ausgangsstellung wieder erreicht hat.

     

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