Dipl. Ing. Fred Joachim Keller – Lizenztrainer Pistole

Äußerer Anschlag

Fehlerquellen / Korrekturmöglichkeiten

·        Eine schräge oder geneigte Kopfhaltung; diese bewirkt:

Ø  Schielstellung der Augen

Ø  Starke Beanspruchung der Augenmuskulatur

Ø  Starke Ermüdung der Augen

Ø  Verminderte Sehschärfe

Ø  Gleichgewichtsstörungen und damit verbundene Körperschwankungen werden nicht richtig wahrgenommen

Ø  Das Gleichgewichtsorgan wird beim Zielen besonders stark gefordert. Auf Grund der Tatsache, daß man nur mit einem Auge zielt, fällt die sonst vorhandene dreidimensionale visuelle Unterstützung durch beide Augen weg

 

·        Falsche Kopfhaltung

Ø  Die Hals- und Nackenmuskulatur darf in der Schießposition nicht extrem verspannt oder verdreht sein.

Ø  Bei zu starker Anspannung ermüdet die Muskulatur sehr schnell und der Kopf dreht leicht zurück. Die Folge ist meist ein links verklemmtes Korn in der Kimme.

 

Wenn die Hals- und Nackenmuskulatur stark angespannt oder eine starke Schielstellung der Augen vorhanden ist, wird die Fußhaltung zur Scheibe so weit aufgedreht, bis keine Verspannung oder Schielstellung der Augen mehr da ist.

Die Hüfte und der Oberkörper bleiben bei dieser Korrektur unbedingt gerade.

Durch Gymnastik die Beweglichkeit der Hals- und Nackenmuskulatur trainieren.

 

·        Korn ist links oder rechts in der Kimme verklemmt

Bei optimalem Griff (Visierlinie verläuft mittig über den Handrücken und Unterarm zum Auge) ist die Kopfhaltung zu überprüfen. Ist die Hals- und Nackenmuskulatur in der Schießposition zu sehr verspannt, dreht der Kopf leicht weg. Das Korn wandert aus der Mitte der Kimme.

Es darf auf keinen Fall eine Korrektur aus dem Handgelenk erfolgen.

 

·        Körperschwankungen

Verändert man die Fußstellung so, daß man steiler oder offener zur Scheibe steht lassen sich Körperschwankungen ausgleichen.

Verändert man die Fußstellung - enger oder breiter - werden Höhenprobleme ausgeglichen.

 

·        Körperschwerpunkt / Gewichtsverteilung

Mit einer leichten Rückwärtsneigung wird die Hüfte einfach nach vorne oder schräg nach vorne geschoben. Dadurch kann man den Körperschwerpunkt zur Standfläche korrigieren. Außerdem führt dies automatisch zu einer Verriegelung der Schulterpartie.

Die Nullposition und damit den optimalen Anschlag zur Scheibenmitte finden.

 

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